LIEBSTER award - 10 Fragen an Sina und Kuni

Ohhhh Toll! Von der lieben Anni und dem Alex von Hund im Gepäck sind wir für den LIEBSTER award nominiert worden und beantworten nun etwas verspätet mit Freude ihre Fragen:

 

Wie bist Du zu Deinem Hund gekommen?

Ich bin im Sommer 2014 zu meiner Freundin Sandra nach Irland gereist. Dort betreibt sie eine tolle Ausbildungs- und Jagdfarm. Klein Kuni, damals noch "Paintball" war die einzige, die mit im Haus leben durfte, weil sie von den anderen 30 Hunden im Rudel ständig gemobbt worden ist. Kuni hat mich mit ihrer "Nach einer Mama"-suchenden Art so verzückt, dass ich mich neben dem Reittraining nur noch mit IHR beschäftigt habe. Sie war immer sehr zurückhaltend, fast ängstlich - aber sobald man ihr den Kuschelarm anbot, konnte sie sich nicht mehr zügeln. 10 Tage in Irland mit "Paintball" und eine ganz verliebte Sina reiste zurück nach Deutschland. Einen Monat später hatte ich Geburtstag - Yeah 25! Doch das aller tollste Geschenk bekam ich dann nachts: Mit einem Pferdetransporter from Ireland > Kuni!!! Verdreckt, stinkend und zottelig, eingekotet, ängstlich und wild- halt MEIN MÄDCHEN! <3

 

Seitdem ist Kuni wie ausgewechselt. Durch positive Motivation in der Arbeit mit ihr haben wir nach 2 Jahren die größten Hürden zusammen überwunden und gehen jetzt schon zu Agility-Turnieren - Ohne Panikattacken! :)

 

Worauf legst Du am meisten wert, wenn es um das Zusammenleben mit Hund geht?

Mein Anspruch an einer artgerechten Haltung, guter Fütterung, positiver Motivation beim Training ist wahnsinnig hoch. Ich kann mir gut Vorstellen, dass einige meiner Mitmenschen genervt von mir und meinen Ansichten sind. :D Ich setze mich auch mal 2 Stunden auf ein Kellergitter mitten in der Stadt, wenn Kuni davor Angst hat und zeige ihr somit, dass man mit Geduld und Mut so ein Gitter gar nicht gruselig finden muss. Ich glaube genau das ist mein Geheimrezept im Training mit Hund und Pferd.

 

- ENTSCHLEUNIGUNG der Situation, STRESSFREI HANDELN, VERSTÄNDNISVOLL und RESPEKTVOLL SEIN -

 

 

Welche Momente genießt Du am meisten mit Deinem Hund?

Mit Kuni am Strand spazieren gehen, wenn wir ganz alleine sind. Dann kann ich mit verliebten Augen diesem kleinen Wesen beim Streunern zugucken.

 

UND wenn die kleine Stupsnase jede Nacht in unser Bett krabbelt! Folgende Routine: Kuni wartet ab, bis sie lange Atemzüge von uns hört, springt ins Bett, schaut, wo Mama liegt, kommt gezielt zu mir, stößt mit ihrer Nase an meine Schulter als Zeichen: "Mama, einmal Decke anheben und mich einmuckeln, bitte!" Ganz schematisch erfülle ich ihr den Wunsch, egal in welcher Tiefschlafphase ich mich befinde :)

 

Ich finde, dieses "Gegenseitig im Griff haben" super! Im Alltag agiert und folgt sie vertrauensvoll meinen Aufgaben und nachts hat sie mich im Griff :)

 

Was könntest Du trotz aller Liebe zu Deinem Hund nicht für ihn tun?

Ich grüble über diese Frage nach und kann mir keine Situation ausmalen, in der ich nicht für Kuni in die Bresche springen würde.  So ein Hund ist für mich wie ein Familienmitglied und bei so einem liebebedürftigen wie Kuni, fast wie ein Kind. Ich gehe sogar jeden Tag das Genörgel meines Freundes ein, der meint, unermüdlich über den Geruch des BARF-Fleisches zu meckern. Meine tägliche Antwort: "Ist mir doch egal, ob du das eklig findest. Kuni ernähre ich artgerecht und gesund! Du machst ja auch ständig irgendwelche Fitness-Diäten, die ich mitessen muss!"

 

Wenn Du eine Sache an Deinem Hund ändern könntest, was wäre das?

NIX, Sie ist perfekt! 

 

Was war Dein größter Fehler in Sachen Hundeerziehung?

Am Anfang ist man immer etwas überfordert! Aber ich habe von Anfang an mir es zur Lebensaufgabe gemacht, zu Kuni eine gute, vertrauensvolle und positive Beziehung aufzubauen. Ich MUSSTE mit einem Angst- und Panikhund! Ich habe mich wahnsinnig viel belesen und trainiert. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit unserer Beziehung und ich denke Kuni auch.

 

Wenn ich dazu kurz in die Pferdewelt abschweifen darf (SNUUThorse): Da habe ich viele Fehler gemacht! Vor allem in der Pubertät hatte ich zu wenig Geduld und zu große Strebsamkeit ins Training gebracht. Ich habe die Signale und Sprache der Tiere nicht verstanden. Je mehr ich in den Jahren Erwachsener geworden bin, desto besser konnte ich mich reflektieren, die Situationen einschätzen und zu meinen Fehlern stehen - immer in der Absicht viel sensibler und gewissenhafter mit den Tieren umzugehen. Diese Einstellung habe ich zum Glück lange vor Kuni´s eintreffen in Deutschland angeeignet. Nun trainiere ich junge Reitschüler und versuche denen meine Fehler aufzuzeigen und sie davor zu bewahren - für die Tiere.

 

 

Glaubst Du, dass Du etwas von Deinem Hund lernen kannst, und wenn, was?

JA. Definitiv und jeden Tag: Bedingungslose Liebe, Aufmerksamkeit auf kleinste Signale der Körpersprache und Gefühle, Fürsorge ohne etwas als Gegenleistung bekommen zu wollen.

 

Welche Themen rund um Hunde interessieren Dich am meisten?

Ich schreibe in meinem Blog informative Texte über alles was Kuni und mich zur Zeit selber beschäftigt. Das heißt, mein Blog ist nicht so aufgebaut wie viele andere, welche ihren Alltag und den eigenen Hund in den Vordergrund stellen, sondern das Themenfeld als sich - als eine Art digitales Glossar von Hunde- und Pferdethemen Gesundheit, Ausrüstung, Sport, artgerechte Haltung, aber auch Lifestyle, Travel und Fashion mit Hund und Pferd. Vor allem liegt mir die Aufklärung meiner Leser in Sachen positive und liebevolle Kommunikation zwischen Mensch und Tier sehr am Herzen.

 

 

Was glaubst Du, hält Dein Hund davon, dass Du öffentlich über Euer Leben plauderst?

Ich glaube, dass Kuni es cool findet :D

Witzige Frage, das hab ich mich ehrlich gesagt noch nie gefragt. Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, kann ich meinen ersten Impuls nur bestätigen. Ich glaube Kuni findet es cool, weil wir nicht nur eine bleibende Erinnerung für uns haben, ein selbst gestaltetes Nachschlagewerk an Themen, die uns interessieren, in dem ich mit meinen Kindern noch in 50 Jahren drin stöbern kann, sondern weil ich mit dem Blog Individuen wie Kuni ein Sprachrohr sein kann. Gerade Angsthunde haben es verdient aufgeklärte, nachdenkende und vorbeugend handelnde Hundeeltern zu haben. Mit diesem Blog versuche ich auf liebevolle und nicht tadelnde Art und Weise auf gewisse Themen aufmerksam zu machen.

 

Kuni und ich durften durch unseren Blog schon so viel erleben, testen und andere Gleichgesinnte treffen, die wir ohne das "Öffentliche Hundeleben" bestimmt nie kennengelernt hätten. Es bringt einfach nur Spaß!

 

Was wünschst Du Dir für Deinen Blog?

  • Ich wünsche mir von mir, ... dass ich weiterhin so viel Kraft habe der Unwissenheit entgegenzugehen und FÜR UNSERE TIERE kämpfe. Das ich durch den Blog noch viel mehr tolle Menschen kennen lernen darf, die meine Ansichten teilen oder von denen ich noch mehr lernen kann. Auch wünsche ich mir sehr, dass wir gemeinsam mehr Hunde-Sozialprojekte auf die Beine stellen können und mir meine Leser treu bleiben und immer viel Feedback geben.
  • Ich wünsche mir von meinen Lesern, ... dass sie weiterhin viel Freude beim Lesen haben. Ich bin wirklich oft geplättet von den liebevollen und tollen Kommentaren, die meiner Arbeit eine enorme Wertschätzung verleihen. Ohne euch Leser, euer Feedback und eure Inspiration bringt es einfach keinen Spaß! Ihr seid die Besten! <3 Ich freue mich über jeden Kommentar auf allen Kanälen, über jeden persönlichen Bericht, über jede Kooperation, die auch ganz oft über euch Leser geht. Ach es bringt einfach so viel Spaß mit euch diese Themen zu durchleben, zu diskutieren und zu analysieren. Es macht mir ganz viel Freude, dass viele nicht mehr die Einstellung haben, dass Tiere keine Gefühle haben und nicht beschützt werden müssten - ganz nach dem Motto: "Die klären das unter sich!". Ich freue mich so sehr über die Briefe und Zeichnungen, die ich von euch bekomme. Über jeden Einzelnen. Ihr seid SPITZE!!!!
  • Ich wünsche mir von den Kooperationspartnern, ... dass sie endlich das Bloggen als eine vollwertige, - oft neben dem Vollzeitjob - liebe- und mühevoll erarbeitete Leistung anerkennen und uns Blogger nicht mit völlig unter wert bezahlten Kooperationen locken wollen. Just for Info: Ich lehne fast 80 % der Kooperationen ab, geschuldet aus unpersönlichen E-Mails, frechen und rechtlich unseriösen Forderungen oder Produkten, die Schadstoffreich, ungesund und mit Geschmacksstoffen verseucht oder mit Tierversuche getestet worden sind. Da beißt sich doch der Hund in den Schwanz! :( 
    Doch es gibt auch die Kooperationspartner, die wahnsinnige Situationen auf die Beine stellen und uns mega unterstützen! Denen danke ich sehr und wünsche mir für die Zukunft, dass sich noch viele Unternehmen gründen oder umstrukturieren hilfreiche und gesunde Produkte zu kreieren.

 

 

Abschließend möchte ich trotz einiger Kritik anmerken, dass ich sehr dankbar bin, so erfolgreich bloggen zu dürfen! Ganz besonders dankbar bin ich Kuni - Sie ist in mein Leben getreten und hat alles auf den Kopf gestellt. Und das zum richtigen Zeitpunkt! Ich bin so glücklich und genieße jeden Tag mit ihr und auch mit Euch über SNUUT. Ohne Kuni, ohne Euch, kein Blog! <3 

 

 

 

Nun sind meine Blogger-Freunde dran! Und wir brechen die Regeln etwas auf und nehmen unsere Pferdeblog-Freunde mit ins Boot!

 

10 Fragen an Ann-Christin Villnow, Littlebluehearth und Fördepfoten:

  1. Wie sieht der perfekte Tag mit deinem Hund/Pferd aus?
  2. Was isst dein Hund/Pferd am liebsten?
  3. Was machst du eigentlich Hauptberuflich und wie lässt es sich mit deinem Blog kombinieren?
  4. Welche Produkte haben du und dein Hund/Pferd am liebsten?
  5. Gibt es etwas, was dich an der Hunde-/ Pferdeblogszene stört? Wenn ja, was und warum?
  6. Was ist ein schönstes Blog-Erlebnis gewesen?
  7. Wenn du deinen Blog noch einmal neu anfangen könntest – würdest du es wieder genauso machen oder etwas verändern?
  8. Wo wolltest du schon immer mit deinem Hund/Pferd hinreisen?
  9. Wenn du ein Tag lang dein Hund/Pferd wärst, wie sähe er aus?
  10. Was hast du dir 2017 für dein Blog vorgenommen?

 Viel Spaß mit den Fragen, ich bin gespannt auf eure Antworten!

 

HERZliche Grüße,


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